Gynäkologie

GYNÄKOLOGISCHE
JAHRESKONTROLLE / KREBSABSTRICH / PAP
Um dem Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen sind Vorsorgeuntersuchungen („Screening“) sinnvoll.
Dies weil

  • diese Krebsart häufig ist
  • der Abstrich einfach, schmerzlos und kostengünstig ist (Er wird nach seinem Entwickler, dem griechischen Arzt Papanicolu, „PAP“ genannt)
  • bei früher Entdeckung von Zell-Entartungen können Sie durch einen kleinen Eingriff geheilt werden.
Die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses hängt unter anderem mit der sexuellen Aktivität zusammen. Krebsfördernde Viren (HPV) können übertragen werden und zur bösartigen Entartung der Gebärmutterhals-Zellen führen.
Gegen die häufigsten dieser Viren gibt es nun eine Impfung: GARDASIL. Jede Frau zwischen 11 – 19 Jahren sollte sich, möglichst noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr, impfen lassen (Gemäss den Empfehlungen des BAG)- aber der regelmässige Krebsabstrich bleibt trotzdem notwendig!

BRUST / MAMMOGRAPHIE

Ab Juni 2011 wird auch der Kanton Graubünden das Mammographie-Screening starten. Alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren werden 2-jährlich zur Mammographie aufgeboten, und zwar direkt von der Krebsliga St.Gallen-Appenzell "donna". Die Untersuchungen finden entweder in der Frauenklinik "Fontana" oder im Diagnose Zentrum "Belmont" in Chur statt. Beide Röntgeninstitute sind speziell qualifiziert für die Durchführung von Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen. Die Untersuchung wird von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. Die Frau zahlt lediglich den Selbstbehalt von 10% (zur Zeit CHF 16.85). Wenn jemand nicht auf das Aufgebot warten will, kann sie sich per Gratis-Hotline 0800 100 888 anmelden. Auch Frauen über 70 Jahren, welche wünschen, die Vorsorge-Mammographie fortzuführen, müssen sich selbst anmelden.

Das Allerwichtigste ist, dass die Frau ihre Brust gut kennt und sie regelmässig betrachtet und ertastet. Dies geschieht immer nach der Periode, da die Brust dann weniger gespannt und empfindlich ist.


INFEKTIONEN

Sie sind häufig und meistens sehr unangenehm. Sie äussern sich durch Jucken, Brennen, vermehrten Ausfluss und evt. unangenehmen Geruch.
Die Art der Infektion kann oft durch die alleinige klinische Untersuchung festgestellt werden, evtl. ergänzt durch einen Abstrich.
Die Behandlung kann mit Scheidezäpfchen/Creme oder Tabletten erfolgen.
Wichtig ist die Bekämpfung der Infektion in der Schwangerschaft, da ein Infekt eine Fehlgeburt hervorrufen kann.


BERATUNG / VERHÜTUNGSMITTEL

Welche Methode der Empfängnisverhütung zu empfehlen ist, hängt u. a. von Einstellung, Erwartungen und Inkaufnahme von Unannehmlichkeiten des Paares bzw. der Frau ab. Mit Hilfe von Informationen kann sich die Patientin für eine „natürliche“, mechanische oder hormonellen Verhütung entscheiden. Hormone stehen in Tablettenform (verschiedene), Pflaster, „Stäbchen“, welches am Oberarm unter die Haut angebracht wird, Scheidenring oder Spirale zur Verfügung. Für eine dauerhafte Verhütung empfiehlt sich die Unterbindung – welche für den Mann einfacher als für die Frau durchzuführen ist.

   
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